Pressemitteilung
40 Jahre Opferhilfe Hamburg, Beratung bei Trauma und Gewalt
Jubiläumsfeier am 4. Juni 2026
Mit Grußwort von der Senatorin Melanie Schlotzhauer, Präses für Sozialbehörde, und Fachvorträgen
Seit 40 Jahren steht die Opferhilfe Hamburg Menschen zur Seite, die von Gewalt und Straftaten betroffen sind. Unsere Mitarbeiter:innen setzen sich seit ihrer Gründung für die Unterstützung, Beratung und Stärkung von Betroffenen ein; die Beratungsstelle ist heute ein wichtiger Bestandteil der sozialen Infrastruktur der Stadt. Zentrales Angebot ist die psychologische Beratung von Betroffenen, Zeug:innen, Angehörigen und Fachpersonen durch psychotraumatologisch geschulte Psychotherapeut:innen. Die Beratungen sind vertraulich, kostenlos, auf Wunsch anonym. Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit sind weitere Arbeitsbereiche.
Unser 40-jähriges Jubiläum nehmen wir zum Anlass, um auf vier Jahrzehnte engagierter Unterstützung zurückzublicken und gemeinsam mit Wegbegleiter:innen, Netzwerkpersonen und Unterstützer:innen zu feiern. Zugleich verdeutlicht das langjährige Bestehen der Opferhilfe: Gewalt ist nach wie vor ein zentrales Problem unserer Gesellschaft. Der aktuellen repräsentativen Dunkelfeldstudie Lesubia zufolge, geben 16.1% der Befragten an, in ihrem Leben körperliche Gewalt in (Ex-)Paarbeziehungen erlebt zu haben. Der Schweregrad der Gewalterfahrung ist bei Frauen über alle Gewaltformen hinweg (deutlich) höher als bei Männern. Frauen sind in stärkerem Maße von sexuellen Übergriffen, sexueller Belästigung und Stalking betroffen. Über fast alle Gewaltformen hinweg sind LSBTIQ Personen sowie Menschen mit Migrationsbiografie besonders betroffen (https://www.bka.de/lesubia, BMBFSFJ, BMI und BKA, 2026). Seit 1986 hat die Opferhilfe über 26.000 Ratsuchende begleitet, jährlich sind es aktuell ca. 1000 Ratsuchende, die hier Unterstützung finden.
Neben der Begrüßung durch Melanie Schlotzhauer und den Vorstand der Opferhilfe e.V. sind für das Jubiläum fachliche Impulse geplant. Prof. Dr. Meike Müller-Engelmann (Medical School Hamburg) wird einen Input geben zu: „Innovative Ansätze in der Behandlung von Traumafolgestörungen“, Miriam Scheibe von der Initiative Pinkstinks e.V. zu: „Geschlecht & Patriarchale Gewalt: Feministische Perspektiven auf Opferschutz im Kontext feministischer Strömungen“.
Kontakt:
Opferhilfe-Hamburg
040- 38 19 93
mail@opferhilfe-hamburg.de